Wie es dazu kam…

Nach dreijähriger Lehre zur Bekleidungsschneiderin bei einer namhaften Ingolstädter Herren-Bekleidungsfirma (war des a Qual!)  sammelte ich weitere zwei Jahre Berufserfahrung in einem kleinen DOB-Betrieb in Pfaffenhofen (war des a Fahrerei!). Während diese Zeit machte ich zusätzliche Fortbildungen zum Refa- bzw. MTM-Techniker (des braucht heut kein Mensch mehr!) und Lehrlingsausbilder (des hatte wenigstens Sinn!)

Danach absolvierte ich in weiteren zwei Jahren meinen Bekleidungstechniker in Aschaffenburg (war des weit weg!).

Obwohl ich mir nach meiner Lehrzeit (wo doch Lehrjahre keine Herrenjahre sind!)  geschworen hatte, dass ich nie mehr zu meiner Ausbildungsfirma zurückkehren würde, landete ich halt dann doch wieder dort! Ich war hier als „Modellmacherin“ (so bezeichnete mich mein Chef! Danke Chef!!) im Schnittbereich tätig (des war a schene Zeit!)

Wegen meinen zwei Kindern legte ich eine lange Schaffenspause ein.

2007 beschloß ich dann einen Erstversuch mit winterlichen Accessoires auf der Schloßweihnacht zu Ingolstadt unter dem Namen zauberzwirn zu starten (es war eiskalt, vielleicht lief es auch deswegen bestens!).

Als ich mich Anfang des Jahres 2008 für einen mittelalterlichen Stand für das 1.Ingolstädter Herzogsfest bewarb, hatte ich auch gleich einen riesen Auftag zur Ausstattung der vier Herzöge in der Tasche (Danke Markus!). In mühevoller Kleinarbeit beschaffte ich mir Material (Danke Stadtarchiv!), entwickelte originalgetreue Schnitte, besorgte feinste Stoffe und nähte manche Nacht durch. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!!

Dank einer meiner liebsten Bewunderinnen wurde ich im selben Jahr im „Verein für angewandte Kunst in der Region 10“ (kurz FAK°ten) aufgenommen. Im Oktober 2008 hatten wir dann unsere erste Ausstellung im Kreuztor. Dort wiederum entdeckte mich eine Geschäftsinhaberin, die mir den Vorschlag machte, meine eigene Kollektion bei ihr im Laden zu verkaufen.

Da konnte ich natürlich nicht „Nein“ sagen und somit entwickelte ich bis März 2009 meine erste Frühjahr/Sommer-Kollektion unter dem Logo zw!rn , die ich in einer Modenschau vorstellte.

November 2009 war wieder Ausstellung des Vereins FAK°ten im Kreuztor, meine zweite Modenschau fand statt.

Für 2010 ist eine weitere, große Ausstellung des Vereins im Klenzepark geplant, außerdem findet ja wieder das Herzogsfest statt und es bleiben auch immer noch die Kostüme für das „Junge Tanztheater Katharina Grill“ zu fertigen, die phantasievoll, genial in der Darbietung unübertroffen… Stücke wie „Das Lied der Erde“, „Märchen, Märchen, Märchen“, „Faust“, „Mozart“ und immer wieder „Carmina burana“ (Schloßfest Neuburg) aufführen.


zauberzwirn ist also die historische, meist mittelalterliche Linie,

zw!rn dagegen verkörpert aktuelle Mode im DOB-Bereich mit dem Ziel, extravagant, aber tragbar, zu sein.

Verwendet werden grundsätzlich nur Stoffe aus Europa, die größtenteils vom Hohensteiner Institut schadstoffgeprüft sind.


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Published in: on Januar 11, 2010 at 5:40 pm  Comments (1)  

Es war einmal eine Fee

…die lebte mit ihrem Mann, ihren zwei Töchtern und dem Hund im großen, dunklen Eichenwald in einem kleinen Häuschen mit roten Fensterläden. Den ganzen Tag über kochte und backte, wusch und bügelte sie, sie putzte das Haus und pflegte den Garten.

Doch sobald es Abend wurde und die Kinder im Bett, holte die Fee ihr Nähzeug heraus und nähte die unglaublichsten Dinge.Vor vielen Jahren hatte eine alte Hexe ihr das Schneidern beigebracht und im Laufe der Jahre hatte sie ihr Können immer mehr verfeinert. Nun nähte sie aus feinstem Linnen Blusen und Röcke, Kleider und Hosen und als Zierart Taschen, Gürtel und schmückende Gugeln.Von ihr hergestellte Hauben und Tücher bedeckten artig das Haar. Ihre Stoffe waren aus feinsten Materialien, alle vom Hohensteiner Institut geprüft, so dass der, der die Stücke tragen würde, sich auch sicher sein konnte, dass sie ihm guttaten.

Und als eines Tages vier edle Reiter an ihrem Häuschen vorbeikamen, denn auch diese hatten von ihrem Geschick gehört, stattete die Fee auch sie mit feinstem Zwirn aus. Diese Gewänder trugen Ludwig der Bayer, Stephan der Kneißl und seine Gemahlin Taddäa Visconti sowie ihr Sohn Ludwig der Gebartete dann am Herzogsfest zu Ingolstadt zur Schau.

Zum Feste stand sie wieder in ihrem Stand und bot ihre Waren dar und Leut‘ aus Nah und Fern bewunderten ihre Stücke, die sie aus Zauberzwirn hergestellt hatte…

Kontakt: cwboehnel@yahoo.de

Published in: on Januar 5, 2010 at 6:37 pm  Comments (1)